REALISIERUNGSWETTBEWERB SANIERUNG UND ERWEITERUNG DES LANDRATSAMTES IN ROTH.
er Landkreis Roth möchte die bisher auf mehrere Standorte im Stadtgebiet verteilten Verwaltungseinheiten am Hauptstandort Weinbergweg zusammenführen. Dazu gehören unter anderem das Jobcenter, das Staatliche Schulamt und der Kreisjugendring. Gesucht war ein zukunftsweisender Umgang mit dem über Jahrzehnte gewachsenen Gebäudekomplex. Er besteht aus der ehemaligen Kreisklinik, die 1955 an die Seitzvilla aus dem 19. Jahrhundert angebaut wurde, den einstigen Sommersitz einer Industriellenfamilie. Die besondere Herausforderung war es, aus diesem heterogenen Ensemble ein Haus mit klarer Adresse und guter Orientierung zu entwickeln, eingebettet in die bewegte Topografie am Rand des historischen Weinbergparks.
Unser Entwurf versteht sich als „Landratsamt der kurzen Wege“. Die Erweiterung erfolgt kompakt am Standort des Bestands und schont so Flächen und Ressourcen. Drei Cluster entwickeln die Hofstruktur der Bestandsgebäude weiter und fügen Alt und Neu zu einem zusammenhängenden Ensemble mit angemessener öffentlicher Präsenz. Ein neuer Platz am Weinbergweg bildet den Auftakt. Der Neubau folgt der Topografie, sodass in der unteren Ebene die Stellplätze für die Poolfahrzeuge und der Ersatz für die entfallenden Garagen Platz finden.
Das Foyer mit Wartebereich öffnet sich einladend zum Platz, und die Besucherinnen und Besucher gelangen direkt zum Empfang. Ein Luftraum verbindet die Geschosse, und eine repräsentative Treppe mit Blick in den Innenhof führt zu den Bereichen mit Publikumsverkehr und zum Sitzungssaal. Die Abteilungen mit der höchsten Besucherfrequenz liegen im Neubau, darunter Kfz-Zulassung, Soziales und Asyl. Beratungstheken und größere Beratungsräume bilden dort eine offene, bürgernahe Beratungslandschaft. Bereiche mit notwendiger Zugangskontrolle sind klar von denen mit Publikumsverkehr getrennt. Die Bestandsgebäude nehmen Nutzungen mit geringerer Besucherfrequenz auf.
Die Büros bilden in allen Gebäudeteilen das funktionale Rückgrat. Besprechungsräume, Rückzugsbereiche und Zonen für den informellen Austausch ergänzen sie. Weil die drei Cluster verbunden sind, lassen sich die Verwaltungseinheiten flexibel an geänderte Anforderungen anpassen. Der Sitzungssaal ist aufgrund seiner größeren Raumhöhe als autarker Baustein mit angegliederter Vorbereitungsküche konzipiert. Er ist über die Foyertreppe auch außerhalb der Öffnungszeiten erreichbar, und sein raumhaltiges Dach schafft ein besonderes Raumerlebnis.
Das Freiraumkonzept gliedert das Gebiet in vier Bereiche. Drei Innenhöfe und ein östlicher Halb-Innenhof werden zu begrünten Aufenthaltsbereichen mit Sitzgelegenheiten. Klimaangepasste heimische Bepflanzung, geringe Versiegelung und eine möglichst vollständige Regenwasserversickerung vor Ort prägen die Gestaltung. Auf der gegenüberliegenden Seite des Weinbergwegs entsteht ein Sport- und Freizeitpark, der das Landratsamt mit dem nördlichen Quartier verbindet. Eine Längsachse weitet sich dort zu platzartigen Bereichen auf, ergänzt durch Holzstege, Spiel- und Sportangebote, weite Rasenflächen und Obstbäume. Der ruhende Verkehr wird im Westen in kompakten Parkplatz-„Würfeln“ mit je zwölf Stellplätzen und zwei Bäumen neu geordnet.
Vorhandene Flächen und Konstruktionen werden im Sinne der grauen Energie so weit wie möglich weitergenutzt. Das neue Tragwerk ist als Betonkonstruktion geplant, mit Recyclingbeton und demontierbaren Bauweisen. Vorgefertigte Fassadenelemente, ebenfalls aus Recyclingbeton, ermöglichen eine wirtschaftliche Ausführung und sind wartungsarm. Bis auf die Hausanschlussräume ist das Gebäude nicht unterkellert.
Ein Low-Tech-Energiekonzept verbindet Fernwärme mit Photovoltaik auf den Dächern und einer Regenwasserzisterne für Außenanlagenbewässerung und WC-Spülung. Durch die 2+1-Fenster bleibt der Sonnenschutz auch bei Wind nutzbar, und ein Lichtlenkungssystem sorgt für maximale Tageslichtnutzung. Die Fenster sind öffenbar und von innen zu reinigen. Gut zugängliche Schächte ermöglichen eine einfache und kostengünstige Nachinstallation neuer Anlagen.
Unser Entwurf versteht sich als „Landratsamt der kurzen Wege“. Die Erweiterung erfolgt kompakt am Standort des Bestands und schont so Flächen und Ressourcen. Drei Cluster entwickeln die Hofstruktur der Bestandsgebäude weiter und fügen Alt und Neu zu einem zusammenhängenden Ensemble mit angemessener öffentlicher Präsenz. Ein neuer Platz am Weinbergweg bildet den Auftakt. Der Neubau folgt der Topografie, sodass in der unteren Ebene die Stellplätze für die Poolfahrzeuge und der Ersatz für die entfallenden Garagen Platz finden.
Das Foyer mit Wartebereich öffnet sich einladend zum Platz, und die Besucherinnen und Besucher gelangen direkt zum Empfang. Ein Luftraum verbindet die Geschosse, und eine repräsentative Treppe mit Blick in den Innenhof führt zu den Bereichen mit Publikumsverkehr und zum Sitzungssaal. Die Abteilungen mit der höchsten Besucherfrequenz liegen im Neubau, darunter Kfz-Zulassung, Soziales und Asyl. Beratungstheken und größere Beratungsräume bilden dort eine offene, bürgernahe Beratungslandschaft. Bereiche mit notwendiger Zugangskontrolle sind klar von denen mit Publikumsverkehr getrennt. Die Bestandsgebäude nehmen Nutzungen mit geringerer Besucherfrequenz auf.
Die Büros bilden in allen Gebäudeteilen das funktionale Rückgrat. Besprechungsräume, Rückzugsbereiche und Zonen für den informellen Austausch ergänzen sie. Weil die drei Cluster verbunden sind, lassen sich die Verwaltungseinheiten flexibel an geänderte Anforderungen anpassen. Der Sitzungssaal ist aufgrund seiner größeren Raumhöhe als autarker Baustein mit angegliederter Vorbereitungsküche konzipiert. Er ist über die Foyertreppe auch außerhalb der Öffnungszeiten erreichbar, und sein raumhaltiges Dach schafft ein besonderes Raumerlebnis.
Das Freiraumkonzept gliedert das Gebiet in vier Bereiche. Drei Innenhöfe und ein östlicher Halb-Innenhof werden zu begrünten Aufenthaltsbereichen mit Sitzgelegenheiten. Klimaangepasste heimische Bepflanzung, geringe Versiegelung und eine möglichst vollständige Regenwasserversickerung vor Ort prägen die Gestaltung. Auf der gegenüberliegenden Seite des Weinbergwegs entsteht ein Sport- und Freizeitpark, der das Landratsamt mit dem nördlichen Quartier verbindet. Eine Längsachse weitet sich dort zu platzartigen Bereichen auf, ergänzt durch Holzstege, Spiel- und Sportangebote, weite Rasenflächen und Obstbäume. Der ruhende Verkehr wird im Westen in kompakten Parkplatz-„Würfeln“ mit je zwölf Stellplätzen und zwei Bäumen neu geordnet.
Vorhandene Flächen und Konstruktionen werden im Sinne der grauen Energie so weit wie möglich weitergenutzt. Das neue Tragwerk ist als Betonkonstruktion geplant, mit Recyclingbeton und demontierbaren Bauweisen. Vorgefertigte Fassadenelemente, ebenfalls aus Recyclingbeton, ermöglichen eine wirtschaftliche Ausführung und sind wartungsarm. Bis auf die Hausanschlussräume ist das Gebäude nicht unterkellert.
Ein Low-Tech-Energiekonzept verbindet Fernwärme mit Photovoltaik auf den Dächern und einer Regenwasserzisterne für Außenanlagenbewässerung und WC-Spülung. Durch die 2+1-Fenster bleibt der Sonnenschutz auch bei Wind nutzbar, und ein Lichtlenkungssystem sorgt für maximale Tageslichtnutzung. Die Fenster sind öffenbar und von innen zu reinigen. Gut zugängliche Schächte ermöglichen eine einfache und kostengünstige Nachinstallation neuer Anlagen.
Auslober: Landkreis Roth
Verfahren: Nichtoffener, einphasiger Realisierungswettbewerb für Gebäude und Freianlagen
Ergebnis: einer von zwei 3. Preisen (ein 2. Preis wurde nicht vergeben)
Landschaftsarchitektur: Grohmann
Team: KNERER UND LANG München, Projektleitung Ulrich Renger
Verfahren: Nichtoffener, einphasiger Realisierungswettbewerb für Gebäude und Freianlagen
Ergebnis: einer von zwei 3. Preisen (ein 2. Preis wurde nicht vergeben)
Landschaftsarchitektur: Grohmann
Team: KNERER UND LANG München, Projektleitung Ulrich Renger